Bloß nicht 0815 – Anregungen für eine passende Gestaltung der Bewerbungsunterlagen

Bloß nicht 0815 – Anregungen für eine passende Gestaltung der Bewerbungsunterlagen

Bewirbt man sich für einen Job, sind sicherlich zu Beginn erst einmal die inhaltlichen Fragen entscheidend: Welche Tätigkeit suche ich? Welcher Arbeitgeber passt zu mir? Welche Qualifikationen verhelfen mir zu meinem Traumjob? Sind diese Fragen geklärt und ist eine passende Stellenanzeige gefunden, kommt schon die nächste Herausforderung: Das was ich gerade für mich selbst herausgefunden habe, muss nun auch dem Arbeitgeber überzeugend präsentiert werden. Bevor dies in einem persönlichen Gespräch stattfinden kann, gelangt jedoch erst einmal die schriftliche Bewerbung in die Hände des Personalbüros. Immer wieder wird betont wie wichtig der erste Eindruck dieses Schriftstückes ist. Bei der Fülle an Gesuchen bleibt für den Personaler wenig Zeit für eine Durchsicht und dabei zählt dann nicht nur der Inhalt, sondern auch die äußere Präsentation. Internetseiten (z.B. https://karrierebibel.de/bewerbungsvorlagen/ oder https://www.kreativ-bewerbung.com/) bieten eine Fülle an Vorlagen an, die man nur noch mit den eigenen Inhalten füllen müsse. Wer aber einen bleibenden Eindruck hinterlassen möchte, sollte davon absehen einfach „Max und Lisa Mustermann“ mit dem eigenen Namen zu ersetzen. Individualität, Seriosität und Kreativität werden propagiert, wenn es darum geht zu überzeugen (z.B. https://www.xposeprint.de/blog/592-kreative-bewerbungen-beispiele-vorlagen, https://www.absolventa.de/karriereguide/bewerbung-sonderformen/kreative-bewerbung) . Das macht auch durchaus Sinn, wenn man bedenkt welche Funktion dieses erste Anschreiben erfüllt: Es soll den potentiellen Arbeitgeber möglichst prägnant vermitteln, dass man sich mit der Arbeitsstelle befasst hat und man selbst die besten Voraussetzungen mitbringt diese zu füllen.

Form follows function

Die bereits erwähnten Formatierungsvorlagen sind sicherlich hilfreich, wenn man sich rückversichern möchte, welche Inhalte in die Bewerbung müssen. Doch gerade in den Berufen, die Geisteswissenschaftler oftmals ansprechen ist ein kreativeres Design notwendig, ganz nach dem Motto „form follows function“. Design umfasst hierbei Aspekte wie Ausrichtung, Layout, aber auch die Gestaltung des Bewerbungsfotos.  In allen drei Bereichen gibt es einen weiten Rahmen, in dem man sich bewegen kann. Das lässt sich gut am Beispiel des Bewerbungsfotos illustrieren. Die klassische Ausführung kennt wohl jeder: Weiße Bluse vor schwarzem Hintergrund und dann mit verschränkten Armen selbstbewusst mit leicht schräger Kopfhaltung in die Kamera strahlen. Aber warum nicht mal etwas lockerer? Damit ist nun nicht gemeint wild herumzuspringen, aber ein entspanntes Lächeln und erkennbarer Spaß verringern die Distanz zum Betrachter sicherlich. Denkbar wäre auch eine ganze Fotoserie mitzuschicken. So werden Vielfalt und Authentizität möglicherweise stärker transportiert und es ist sicherlich ein Alleinstellungsmerkmal im Dschungel der Bewerbungen.

Inspirationsquellen

Ein guter Tipp ist es auch, sich mit der Internetpräsentation des jeweiligen Unternehmens auseinanderzusetzen. Natürlich darf die eigene Note nicht fehlen, aber wenn man Elemente des Designs zitiert, sieht der Arbeitgeber gleich, dass eine tiefergehende Auseinandersetzung mit der Stelle stattgefunden hat und könnte auch gleich eine gewisse Zugehörigkeit spüren. Aber auch das Auftreten anderer Unternehmen kann zu Inspirationszwecken genutzt werden. Was spricht dagegen sich einmal näher anzusehen, wie da die Selbstvermarktung in den Rubriken „Wir“ und „Über uns“ funktioniert? Besonders hilfreich sind dafür die Homepages von Grafikdesignern, Unternehmensberatern oder beispielsweise auch von jungen Start-up Unternehmen. Gerade Letztgenannte bauen auf die eigene Präsentation, da sie sich, ähnlich wie der Bewerber um einen Job, noch in der Etablierungsphase befinden und gezielt Kunden ansprechen sollen. Wichtig ist nur, dass man auch hier wieder reflektiert, an wen Form und Inhalt gerichtet sind. (einige Beispiele zur Inspiration: https://dominikstrasser.de/https://www.design-hoch-drei.de/die-design-agentur-fuer-technologie-unternehmen/, http://www.rezaharek.nl/)

Hilfreiche Tools

Diese Flexibilität in der Gestaltung, abhängig von dem jeweiligen Adressaten, kann man in einem weiteren Schritt schließlich auch in den Formulierungen des Anschreibens zeigen. Orientierung findet man auch hier im Auftreten des Arbeitgebers und beispielsweise der Ausgestaltung der Stellenausschreibung. Insgesamt ergibt sich dadurch ein überzeugendes, individuelles Bild, das das Engagement des Bewerbers verdeutlichen soll. Die entsprechenden Tools für das Design liefern Layoutprogramme, von denen das Bekannteste wohl inDesign von Adobe ist. Chip liefert jedoch einige Tipps für kostenlose Alternativen (https://praxistipps.chip.de/alternative-zu-indesign-3-gratis-programme_42778 ).

Get started!

Die nötigen Kompetenzen sind vorhanden, das darf auch selbstbewusst ausgestrahlt werden. Auch zu Beginn der Jobsuche sollte man sich nicht verstecken, vielmehr ist es wichtig mutig zu sein und sich mit dem eigenen Auftreten identifizieren zu können.

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