Warum du nicht schon vorher wissen musst, wohin dein Weg geht

Warum du nicht schon vorher wissen musst, wohin dein Weg geht

Wir sehen oft nur das einschüchternde Endresultat. Zum Beispiel eine Person, die genau das erreicht hat, was wir uns selbst vorstellen. Oft hat man dann das Gefühl, es wäre den anderen „in die Wiege gelegt“ und denkt sich selbst, dass man an diesen Punkt niemals käme. Man vergisst aber, dass diese Personen einmal am gleichen Punkt standen wie man selbst. Häufig kommen dann Gedanken auf, die einem sagen, man wäre noch nicht so weit, man wisse noch viel zu wenig, man sei nicht gut genug oder man müsse alles bis ins Detail geplant haben.

Was hält mich auf?

„Es gibt nur eine Möglichkeit zu lernen, entgegnet der Alchemist. Und das ist durch Handeln. Alles, was du wissen musst, hat dich die Reise gelehrt.“

Oft sind es bloß Ausreden und Begründungen, die dafür sorgen, dass man Visionen nicht weiterverfolgt, sie erst gar nicht anfängt und die oben genannten Gedanken hegt. Wir streben nach Sicherheit und Stabilität und das spiegeln solche Handlungen wider, die uns bekannt sind oder uns einen „sicheren Weg“ vorgaukeln. Es klingt verständlich, wenn ich aus diesen Gründen bspw. nicht das Studienfach wechsele, obwohl ich vielleicht unglücklich bin und etwas anderes machen möchte. Somit bleibe ich weiter im gewöhnlichen Feld, auch wenn dies ein komfortables Elend darstellt. Was sind also meine persönlichen Begründungen und Ausreden, wieso ich nicht für meine Träume und Visionen losgehe? Was hält mich auf bzw. davon ab einen Richtungswechsel oder eine 360 Grad Drehung zu machen?

Die Kraft der Gedanken

Die Angst spielt hier eine entscheidende Rolle. Denn sie soll uns vor mangelnder Sicherheit und Stabilität schützen, eigentlich eine positive evolutionäre Eigenschaft. Wären da nicht Karussell-Gedanken, die immer wieder in unseren Köpfen kreisen. Wie: Was könnte alles schiefgehen? … Bin ich gut genug? … Das schaff ich sowieso nicht. Diese Selbstsabotage-Gedanken scheinen ganz von allein zu kommen. Wir müssen uns aber klar machen, dass sie uns in unserer Handlungsfreiheit beeinflussen und uns davon abhalten können unsere Ziele und Visionen zu verfolgen. Deshalb sollte man sich eher solche Fragen stellen, die den Fokus auf Positives lenken. Zum Beispiel:

Wie fühlt es sich an, wenn ich dieses Ziel erreicht habe?
Welche Visionen und Träume habe ich schon zur Realität gemacht?
Warum will ich aus tiefster Überzeugung diesen Weg gehen?
Was habe ich schon alles geschafft, was ich niemals gedacht hätte?

Die letzten Fragen unterstreichen etwas ganz Wichtiges: Wir müssen erst an uns glauben und dann sehen, was passiert. Meistens sehen wir aber zuerst und wundern uns dann, wieso es nicht klappt. Wir machen uns viel zu früh über Dinge Gedanken und sehen Probleme, die, wenn überhaupt, erst viel später auftauchen. Das hält uns davon ab, generell den ersten Schritt zu machen. Mehr zu dieser Thematik findest du zum Beispiel auf dem Coaching-Blog von Laura Malinas Seiler (https://lauraseiler.com/) oder ihrem Podcast (https://lauraseiler.com/podcast-innere-ueberzeugungen/).

Der Glaube an uns selbst

Wie kommt es dann, dass wir, wie in der Einleitung beschrieben, die Leichtigkeit bei anderen Personen sehen aber nicht bei uns selbst? Das Bild, das wir von uns selbst haben, beeinflusst unsere Handlungen. Wenn wir uns selbst nicht in Anpassung an unsere Ziele und Visionen verändern und damit meine ich, dass man an sich selbst und die eigenen Fähigkeiten glaubt, dann wird das auch niemand anderes sehen. Wir haben alle eine gewisse Eigenverantwortlichkeit. Ängste und blockierende Glaubenssätze sind genau der Grund, wieso du eben nicht wissen musst, wie dein Weg vorher verläuft. Es geht darum, loszugehen und den Fokus darauf zu richten, warum es funktioniert und nicht darauf, warum es nicht funktioniert. Selbst wenn der Weg sich mehrmals kreuzt und du vielleicht erneut an der gleichen Abbiegung stehst, bleibt es dein eigener Weg. Diesen zu verfolgen und sich immer wieder daran zu erinnern, welche Visionen, Ziele und Veränderungen du anstrebst – genau darum geht es. Die Kraft der Gedanken ist enorm. Deshalb ist es möglich, Unmögliches möglich zu machen.

Es ist sinnvoll, eine Art „Gedankenhygiene“ zu betreiben, die dafür sorgt, dass nur noch fördernden, liebevollen Gedanken, die für dich sind, nachgegangen wird.

 

 

Bilder: Buß, Lena
Zitat: Coelho, Paulo (1991): Der Alchemist. Rio de Janeiro, S. 132.

 

 

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